Geschichte

1994:       Im April gründen 13 Eisenbahnenthusiasten aus ganz unterschiedlichen Berufssparten den Vitznauer Eisenbahn Club mit dem Ziel eine gemeinschaftlich erbaute Modellbahnanlage in Betrieb zu nehmen und auch gemeinsame Ausflüge und Veranstaltungen, verbunden mit dem Thema Eisenbahn, zu organisieren.

Bei der Liegenschaft „Mühle“ in Vitznau finden die Gründungsmitglieder einen geeigneten Schopf, ideal gelegen neben den Gleisen der Rigibahn und in der Nähe des Primarschulhauses.

Voller Elan beginnt man mit der Konstruktion des Anlagenunterbaus. Einem Holzgerüst als Grundlage für die späteren Trassee-Aufbauten und landschaftliche Gestaltung mittels Holzspanten und Fliegengitter / Gips.

Leider wird beim Innenausbau der Lokalität darauf verzichtet nebst den Wänden auch die Decke zu isolieren. Dieses Manko macht sich mit grossen Temperaturschwankungen bemerkbar und zeigt unerwünschte Auswirkungen auf das verbaute Material der Modelleisenbahn.

Jährlich im Herbst wird ein Tag der offenen Türe mit einer Festwirtschaft auf dem Vorplatz organisiert, so gelingen über die Jahre gutbesuchte beliebte Anlässe. Ebenfalls führt der Verein zwei Spielzeugbörsen in Küssnacht am Rigi durch, welche bei den teilnehmenden Händlern sehr gut ankommen. Eine dritte Ausgabe findet nicht statt, da der sehr grosse Organisationsaufwand auf zu wenige Mitglieder verteilt werden muss.

2006:       Diverse Faktoren wie Mitgliederschwund, die Temperaturschwankungen, Gerüchte über einen Neubau auf dem Grundstück des Vereinslokals und eine finanzielle Lage die keine Investitionen in die Modellbahn mehr erlauben, zwingen die verbliebenen Mitglieder im Frühling zur Aufgabe des Lokals „Mühle“.

Die Modellbahnanlage wird abgebrochen. Einzig 2 Segmente der Schmalspurstrecke bleiben als Dioramen erhalten.

2009:       Einige Jahre wird es still um den Eisenbahnclub. In dieser Zeit wird der Verein finanziell auf solide Beine gestellt, ein neues Lokal gesucht und dank dem Entgegenkommen der Gemeinde Vitznau auch gefunden.

Sogleich starten wir mit der Planung einer neuen Anlage in Spurweite H0 Wechselstrom und auch einem H0m Schmalspurabschnitt, beginnen anschliessend wieder mit dem Rohbaugerüst und setzen Jahr für Jahr einen weiteren „Stock“ auf die Anlage.

2012:       Im Juni organisieren wir einen ersten Tag der offenen Türe am neuen Standort. Die Festwirtschaft findet auf dem Schulhausplatz statt und die Bevölkerung überrascht uns positiv mit zahlreichem Erscheinen, auch wenn das neue Areal mit dem alten Lokal keine Ähnlichkeiten mehr aufweist. Wir veranstalten fortan jedes zweite oder dritte Jahr einen solchen Anlass.

2019:       Der bisherige Höhepunkt der Vereinsgeschichte findet mit der Modellbahnsafari zum 25. Jubiläum statt. Wir öffnen nicht nur unsere Türe, sondern lassen jede halbe Stunde eine geführte Gruppe zu zwei privaten Modellbahnen im Dorf Vitznau pilgern. Dies fand mehr Anklang als wir uns zu erhoffen wagten.

Auch führten wir im November 2019 unsere erste mehrtägige Clubreise durch, welche bei allen Teilnehmern grossen Anklang fand. Für einige Tage ging es nach Hamburg und dort natürlich auch ins Miniatur Wunderland. Aber auch ein paar andere Highlights der Hansestadt wurden erkundet.

2020-2021: Aufgrund der COVID-Pandemie zeigt sich während den Jahren 2020 und 2021 kein wesentlicher Fortschritt auf unserer Anlage, da unser Vereinsleben beinahe zum Stillstand kommt. Einige Mitglieder besuchen unser Lokal allein, um doch noch die eine oder andere Arbeit abschliessen zu können und nicht gegen die COVID-Regeln zu verstossen. Im Jahr 2021 können wir so trotzdem den Rohbau abschliessen. Die Hauptarbeiten liegen nun klar beim elektrischen Ausbau wie Signale anschliessen, Häuserbeleuchtungen installieren usw. sowie bei der Landschaftsgestaltung. Es wird beschlossen, dass der Bau des 4. und letzten Stellwerks, welches den Güterbahnhof mit dem Rest der Anlage verbindet, in Angriff genommen wird. Diese Arbeit kann nämlich super von zuhause aus gemacht werden weshalb wir den Bau des letzten Stellwerks vorgezogen haben. Alle Schalter, Taster und LED werden auf der Platte montiert und der Gleisplan darauf abgebildet. Die Montage und Verdrahtung findet dann später im Lokal vor Ort statt. Ebenfalls starten wir mit dem Schottern der Gleisanalge. Ein Grossteil der Einfahrt in den Bahnhof wird dabei bereits mit Schotter versehen.

2022:         Der 4. Teil des Stellwerks kann nach der Verdrahtung und der Montage in Betrieb genommen werden und die ersten Züge fahren in den Güterbahnhof ein. Ein weiterer wichtiger Schritt konnte erfolgreich abgeschlossen werden und die Normalspur ist jetzt voll betriebsfähig. Leider mussten wir feststellen, dass unsere Züge nun nicht mehr über den geschotterten Bereich fahren können und immer stehen bleiben. Es nützt alles nichts, die Stromzufuhr scheint gelitten zu haben, weshalb wir den ganzen geschotterten Bereich entfernen und neue Gleise verlegen müssen. Wie wir feststellen konnten, sind die Gleise verrostet und die Anschlüsse oxidiert. Es lässt darauf schliessen, dass wir einen falschen Leim verwendet haben. Während die einen Mitglieder mit dem Fiasko über das Schottern beschäftigt sind, wird durch andere Mitglieder das Bahnhofsareal in Angriff genommen und die Haltestelle für die Kursbusse sowie die Park + Ride-Parkplätze erstellt.

2024:          Nach vielen Versuchen geht es nun vorwärts mit dem Schottern. Nach unzähligen Versuchen mit verschiedenen Leimen, haben wir uns für den allseits empfohlenen Leim der Firma Geistlich entschieden und hoffen nun auf gut leitende Schienen im geschotterten Bereich. Auch die ersten Tunnelportale und die ersten Wiesen entstehen. Die Innenbeleuchtung des Hauptbahnhofs wie auch die Strassenbeleuchtung hinter dem Bahnhof können erstmalig in Betrieb genommen werden.